Wirtschaftsausschuss beschließt Aufstockung des Haftungsrahmens

Die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist wieder „Konjunkturlokomotive“ und ein perfekt funktionierendes Fördersystem trägt wesentlich dazu bei. Die von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank betreuten Investitionsmaßnahmen sind von EUR 406 Mio. (2015) auf EUR 663 Mio. (2016) gestiegen und dieser Trend hält unvermindert an. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung konnte der Chef der ÖHT Mag. Wolfgang Kleemann auf zweistellige Zuwachsraten in sämtlichen Förderaktionen verweisen. Im ersten Halbjahr 2017 ist die Nachfrage nach Jungunternehmerförderungen um 16%, die nach TOP-Tourismus- und -Impulskrediten um 27% und jene nach ERP-Kleinkrediten sogar um 82% angestiegen.

Die starke Kreditnachfrage hat aber auch den bestehenden Haftungsrahmen der Republik, mit dem die ÖHT Kredite an die Branche besichern kann, ausgeschöpft. Die Nachfrage danach ist alleine im letzten Halbjahr um 50% angestiegen und es bleibt damit nur mehr ein kleiner Rest von weniger als EUR 10 Mio. ausnutzbar. Damit stünde die Übernahme der Haftungen als wesentliches Instrument für die Tourismusfinanzierung schon im Herbst 2017 vor dem Aus.

In der gestrigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses hat man dieses Problem aber verstanden und hat dem seit Monaten intensiv vorgetragenen Wunsch der Geschäftsführung der ÖHT, den Haftungsrahmen aufzustocken, entsprochen. Zusätzliche EUR 125 Mio. wurden beschlossen und sollen nächste Woche im Plenum des Parlaments endgültig fixiert werden. Damit wird die Tourismusbranche in die Lage versetzt, weitere rd. EUR 250 Mio. in qualitätsverbessernde und wettbewerbssichernde Maßnahmen zu investieren.

„Besonders freut es mich, dass der Beschluss im Wirtschaftsausschuss einstimmig erfolgt ist. Das zeigt klar und deutlich, dass der enorme Stellenwert der Tourismus- und Freizeitwirtschaft über alle Parteigrenzen hinaus erkannt wird“, so Kleemann und ergänzt, „auch das daraus ableitbare Bekenntnis aller Parteien zu einem funktionierenden Fördersystem stimmt mich optimistisch.“

Titelbild (c) Parlamentsdirektion / Peter Korrak