Arlberg – Skigebiet in neuer Dimension

Der schon vor kurzem bekanntgegebene Zusammenschluss der Skigebiete St. Anton, St. Christoph, Stuben, Zürs, Lech, Schröcken und Warth wird Realität und schafft das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs. Die Region Saalbach-Hinterglemm, Leogang, Fieberbrunn konnte die Spitzenposition nicht lange halten. Mit mehr als 300 Pistenkilometern nimmt die Region Arlberg wieder den Superlativ des größten Skigebietes Österreichs in Anspruch. Wenn auch einige Skigebiete in Europa und den USA noch mehr an zusammen­hängenden Pisten aufweisen, zählt das Skigebiet dann allemal zu den größten der Welt.

Die Gäste des Skicircus erhalten künftig ein erweitertes Angebot und das zeitraubende Shutteln mit Bussen über weite Strecken kann entfallen. Ein gutes Bergbahnangebot ist ein wichtiger Motor für die Entwicklung einer alpinen Region – im Winter wie im Sommer. Beispiele anderer Skigebietszusammenschlüsse geben Anlass zur Annahme, dass dadurch positive Auswirkungen auf die touristische Entwicklung der Region entstehen. Wenn auch die Größe eines Skigebietes im Wettlauf der Destinationen immer mehr ein Marketingaspekt ist, der Durchschnitts-Skifahrer wird mit der Größe wenig anfangen können. Die größte Runde mit 65 km und 18.000 Tiefenmetern ist wohl ein Angebot für eine Minderheit.

Der Arlberg sieht sich als die Wiege des Skifahrens, wo der erste Skiclub und nach dem ersten Weltkrieg die erste Skischule entstanden sind. Er gibt mit dem Zusammenschluss ein weiteres Signal seiner – vor allem qualitativen – Weiterentwicklung. In letzter Konsequenz darf man sich auch von der Größe eines Skigebietes alleine nicht leiten lassen. Für Hardcore-Skifahrer mag Größe und hochalpine Topographie von Bedeutung sein. Für viele andere Wintergäste sind der Charme gewachsener Orte, echte Gastfreundschaft und familiäre Betriebsstrukturen Faktoren, die mindestens ebenso ausschlaggebend sind.