Bundesländer im Vergleich

Österreich wird heuer einen Rekord an Nächtigungen erzielen. Die Zuwächse werfen natürlich die Frage auf, wie unterschiedlich die einzelnen Bundesländer dabei abgeschnitten haben.

Die vorliegenden Nächtigungen aus dem Winter 2014/15 und aus dem bisherigen Verlauf des heurigen Sommers lassen die Nächtigungsergebnisse des heurigen Jahres schon sehr deutlich erkennen. Der Vergleich mit dem schon weiter zurückliegenden Bezugsjahr 2010 lassen in einem Fünf-Jahres-Vergleich die in den letzten Jahren eingetretenen Verschiebungen deutlich zutage treten (absolute Zahlen in 1000 Nächtigungen).

 

2010

2015

Veränderung
Wien

                  10.860

                  14.545

34%

Salzburg

                  23.886

                  26.265

10%

Steiermark

                  10.762

                  11.722

9%

Tirol                   42.790                   45.923

7%

                   6.734

                    7.168

6%

                    6.477

                    6.800

5%

Vorarlberg

                    8.165

                    8.475

4%

Burgenland

                    2.910

                    2.929

1%

Kärnten

                  12.276

                  12.216

-0,5%

                124.860

                136.043

Unangefochten liegt da Wien mit einem Zuwachsrekord von knapp 34 % in fünf Jahren an der Spitze. Der Trend zu Kurzreisen und auch das Wachstum an Kapazitäten haben die Nächtigungen kräftig zunehmen lassen. Ähnliches gilt auch für das Bundesland Salzburg, wo der solide Zuwachs wesentlich von der Stadt Salzburg getrieben ist. Die Steiermark hat sich nicht nur durch die Region Schladming einen Namen gemacht sondern sich als Experte im Inlandstourismus und Kulinarik klammheimlich nach vorne geschoben.

Im Mittelfeld liegen das touristische Schwergewicht Tirol und Ober- und Niederösterreich, die ebenfalls leichte Zuwächse verzeichnen können.

Im Burgenland ist der Ausbau des Thermentourismus zum Stillstand gekommen und auch die Region Neusiedlersee scheint die Wachstumsgrenze erreicht zu haben. Das Schlusslicht Kärnten hat unter der Rückgang des Seentourismus zu leiden. Das touristische Potential aus Seen, Alpen und der Grenzregion zu Italien und Slowenien ist zweifellos gegeben. Auch eine neue Aufbruchstimmung ist sichtbar und da sei als Trost auf viel Luft verwiesen, die noch nach oben vorhanden ist.