Sommer – Sonne – Seilbahn

Nach einem erfreulichen Ergebnis im heurigen Winter dürfen wir uns auch auf ein ähnlich erfreuliches im Sommer freuen. Das stabile und teilweise sogar heiße Wetter hat die Menschen in die Berge getrieben und so melden auch die Bergbahnen, dass man heuer auf eine insgesamt sehr gute Sommersaison wird zurückblicken können.

Dazu hat sicher auch beigetragen, dass die Bergbahnen neue Angebote mit Erlebnisqualität geschaffen haben um ihre Anziehungskraft zu steigern. Zur Auswahl für Schwerpunkte stehen da u.a. Abenteuer, Familie, Genuss, Kunst & Kultur oder Panorama & Naturerlebnis. Diese Spezialisierungen geben dem Gast auch Orientierung bei der Auswahl seines Freizeitangebots.

Der Kurier berichtete vor kurzem, dass mittels geschaffener Infrastruktur für Mountainbiker der Skiberg Petzen gerettet werden konnte. Es ist nicht der Winterbetrieb, der für die Rentabilität der Anlage sorgt sondern die neue geschaffene Flow-Trail-Strecke, die Besucher bringt. Während in der vergangenen Saison von Wintersportlern nur 8.500 Tageskarten und 2.200 Saisonabos erworben wurden, stürmten im heurigen Sommer plötzlich 30.000 Mountainbiker den Berg.

Der Flow-Trail (speziell für Mountainbiker gebaute Schotterstrecke, die Fahren ohne unerwartete Hindernisse garantiert) auf der Petzen ist mit 10,8 km Länge nicht nur der längste Europas, sondern wurde im Jahr 2014 auch als weltweit bester ausgezeichnet.

In diesem Zusammenhang ist man allerdings verwundert, wenn man die rückläufige Investitionstätigkeit in Infrastruktur insgesamt betrachtet. Die seitens der Tourismusbank unterstützten Infrastrukturvorhaben sind in den letzten sieben Jahren von rd. 70 Mio. auf 11 Mio. Euro jährlich zurückgegangen und da erhebt sich natürlich die Frage, wie die Weiterentwicklung des Tourismus ablaufen soll, wenn keine Investitionen in die Errichtung und Weiterentwicklung von infrastrukturellen Einrichtungen getätigt werden.

Auf der Petzen wurde nicht gekleckert sondern schon ein bisschen geklotzt, um ein wirklich attraktives Angebot zu schaffen. Ergänzt wurde nämlich die Strecke um drei Crosscountry-Kurse, einen Trail-Park für die Familie, einer Bike-Waschanlage sowie Schule und natürlich Service- und Verleihstation. Für das nächste Jahr ist jedenfalls geplant die Strecken bis Slowenien auszubauen um die Attraktivität des Angebotes weiter zu verbessern.