Der Preis bleibt Dauerthema

Die ersten Auswertungen der wirtschaftlichen Ergebnisse des vergangenen Jahres zeigen einige wenige Erfolge (etwa eine weitere Verbesserung bei der Eigenkapitalausstattung) aber auch eine weiter gesunkene Umsatzrentabilität, die den durchschnittlichen GOP der Hotellerie in Richtung 20 % der Einnahmen sinken ließ. Grund dafür ist, dass die Preise in den letzten fünf Jahren nicht einmal mehr in Höhe der Inflationsrate angehoben werden konnten. Die meist über der Inflationsrate liegenden Kostensteigerungen haben damit  das wirtschaftliche Ergebnis (GOP/Zimmer) schrumpfen lassen.

Diese wenig erfreuliche Situation wird durch mögliche künftige Belastungen keineswegs leichter zu verkraften sein. Ein im letzten Jahr erzieltes durchschnittliches EGT von 2 % der Einnahmen, zeigt dass kein Spielraum nach unten vorliegt.

Noch haben die niedrigen Zinsen die Ertragslücken weitgehend zugedeckt, aber Preisdisziplin und Preisstrategie sind dringend erforderlich, um die Voraussetzung für eine gedeihliche Fortentwicklung zu schaffen. Marke, Qualität und Unverwechselbarkeit müssen künftig als Argument zählen und die Freundlichkeit und Gastfreundschaft darf in überwiegend von Familien geführten Unternehmen nicht zu kurz kommen. Diese Leistung hat ihren Preis, der auch von preisbewussten Konsumenten akzeptiert wird, wenn Dienstleistung und der dafür aufzuwendende Geldbetrag stimmen.