Sommer mit Zukunft

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Klimafonds und der Universität Graz wurde die Coin-Studie Anfang dieses Jahres präsentiert. Sie gibt Aufschluss darüber, welche wirtschaftlichen Folgen der Klimawandel in Österreich bis 2050 nach sich ziehen wird.

Auch dem Tourismus hat man sich dabei sehr ausführlich gewidmet: Es werden schwere Zeiten für den Wintertourismus anbrechen. Da droht ein Verlust von einer Million Nächtigungen jährlich. Aber der Sommertourismus darf sich auf Rückenwind freuen. Auslöser dafür wird die nicht gedämpfte globale Erwärmung sein, die aufgrund der weltweiten Inaktivität der Politik weiter fortschreitet.

Während es also immer schwieriger wird, die Wintersaison in der bisher gewohnten Form fortzusetzen, bedeutet das aber neue Chancen für den Sommer. Ein Ausbau der Wander- und Sportangebote im Sommer aber auch eine Ausdehnung der Saisonzeiten in den Frühling oder in den Herbst bis hinein in den Spätherbst sind denkbar.

Wandern, Radfahren in den Bergen statt Skifahren und Sommerfrische an den Seen statt Hitze in der Stadt – die Tourismusindustrie muss Alternativen zum Wintertourismus anbieten. Ganzjahres- und Städtetourismus kann so die Verluste im Winter ausgleichen. Südtirol etwa zeigt schon heute vor, wie aus dem Herbst eine Hauptsaison gemacht werden kann. Istrien forciert den Frühsommer mit Angeboten für spezifische Gästegruppen.

Es braucht attraktive Produkte, eine Veränderung der Werbekonzepte und ein nachhaltiges Fokussieren auf  Ganzjahres-Urlaub und Erholung in Österreich mit seinen Seen, Bergen und Städten. Es wird uns kaum gelingen, dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, dann wird der am erfolgreichsten sein, der sich am schnellsten auf die neuen Bedingungen einstellt.