Nachhaltigkeit und Unternehmensnachfolge

Die 7. Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz im Pielachtal hat sich unter anderem auch dem Aspekt der Übergabe im Familienbetrieb gewidmet. Die familiengeführte Ferienhotellerie ist zweifellos einer der Erfolgsfaktoren. Nur wenn es gelingt diese Unternehmen in die nächste Generation zu bringen und die Nachfolger nicht nur in ihrer Ausbildung vorzubereiten sondern auch für ihr künftiges Aufgabenfeld zu begeistern, werden wir die Erfolgsgeschichte verlängern können.

In der Tourismusfinanzierung spielen auch die Banken eine wesentliche Rolle und daher kommt ihnen auch anlässlich der Übergabe Bedeutung zu:

  • Ist die Bank prinzipiell bereit, einen potenziellen Erwerber zu finanzieren oder das Engagement bei einem geplanten Eigentümerwechsel fortzuführen?
  • Wird die Bank den Alteigentümer aus den Verpflichtungen entlassen?
  • Wie werden allenfalls erhöhte Sicherstellungsbedürfnisse durch den Erwerber gedeckt?
  • Ist die Bank bereit, allfällige absehbare Vorhaben des Übernehmers zu finanzieren?

Gerade bei kleinen Unternehmen ist der Bankkredit oft die einzige Quelle der Außen­finanzierung. Ein erfolgreiches Bankgespräch ist daher von besonderer Wichtigkeit. Um die Entscheidung für die Kreditinstitute zu erleichtern können auch seitens der Tourismusbank einige Unterstützungen angeboten werden:

  • Gemeinsam mit den jeweiligen Bundesländern kann ein verlorener Zuschuss von 15 % bis zu Investitionskosten von EUR 250.000 angeboten werden.
  • Um auch bis zu drei Jahren nach der Übernahme noch Projekte zu finanzieren kann ein zinsenloser Kredit bis zu einer Mio. Euro bereitgestellt werden.
  • Falls es an Sicherheiten hapert: Eine Haftung des Bundes sollte die Kreditaufnahme jedenfalls erleichtern und dank des reduzierten Risikos sich auch in einem günstigen Kreditzinssatz niederschlagen.

Wenn dann das Konzept stimmig ist dann sollte doch die Basis zu schaffen sein, dass der Tatendrang des Nachfolgers die Möglichkeiten findet, sich zu beweisen.