Architektur und Tourismus

Die Stadt Innsbruck hat einen Architektenwettbewerb für die Neugestaltung der Umbrückler Alm durchgeführt. Das hat zu erheblichen Diskussionen über die Notwendigkeit des Eingreifens der Öffentlichkeit in Bereiche geführt, die grundsätzlich dem privaten Wirtschaften vorbehalten sein sollten.

Aber unabhängig von dieser Diskussion stellt sich die Frage, was gute Architektur  in einer Branche leisten kann, die so sehr immobilienlastig ist.  Vordergründig sind es folgende Aspekte, wo die Qualität der Planung eine maßgebliche Rolle spielen kann:

  1. Attraktivität: Gefälliges Äußeres und Wohlfühlfaktor im Inneren können die Gästezufriedenheit erheblich verbessern. Ungewöhnliche und gute Architektur kann so sogar eine eigenständige Profilierung darstellen.
  2. Rentabilität der Investition: Kubatur- und flächeneffizentes Bauen kann die Investitionskosten erheblich senken helfen ohne Abstriche in den Nutzungsqualität zu verursachen.
  3. Nachhaltigkeit der Nutzung: Ein langfristiges Planungskonzept kann Umbaukosten senken  helfen und auch die laufenden Kosten der Nutzung reduzieren.

Aus der Diskussion zwischen engagiertem Investor und erfahrenem Planer können hervorragende Lösungen entstehen, die im besten Fall sogar eine gesamte Destination aufwerten. Architektenwettbewerbe und auffällig gute Lösungen sind aber noch immer eher die Ausnahme als die Regel. Wie lange können und wollen wir uns das leisten?

Weitere Überlegungen dazu:

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http://blog.oeht.at/2013/03/03/zwischen-luxus-und-low-budget/

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