Basel III lässt grüßen – die Haftungsnachfrage steigt

Mit den unter Basel II und III bekannten neuen Regularien für das Bankwesen wurde die Finanzierungswelt für Unternehmen mehrmals in Folge wesentlich verändert. Zuerst wurden die Banken aufgefordert, sich über die Bonität ihrer Kunden mehr als in der Vergangenheit den Kopf zu zerbrechen. In der Folge wurden die Eigenkapitalvorschriften weiter verschärft und eine Fülle von Vorschriften erlassen, die vor allem das Finanzwesen sicherer machen sollen aber mit Sicherheit eines zur Folge haben werden – nämlich höhere Kreditkosten und eine vorsichtigere Kreditvergabe.

Vor diesem Hintergrund ist es daher auch nicht verwunderlich, dass auf Sicherheiten mehr als bisher größter Wert gelegt wird. Das hat sich auch in einer deutlichen Zunahme der Anträge nach Haftungen niedergeschlagen, die in den ersten vier Monaten des laufenden Jahr um stolze 78 % gegenüber dem Vergleichs­zeit­raum des Vorjahres zugelegt haben.

Die Haftung der Republik Österreich, die sich ja bei der Mehrzahl der Ratingagenturen noch immer des Triple A erfreut, hat ja zwei überzeugende Vorteile: Sie befreit vom Ausfallrisiko und darüber hinaus ist für den vom Bund behafteten Kreditteil kein Eigenkapital für die Unterlegung erforderlich. Gerade die letztgenannte Eigenschaft übt in Zeiten, wo das Eigenkapital zum Engpassfaktor geworden ist, einen beträchtlichen  Reiz aus.

Das bisher vor allem für Pachtbetriebe und Jungunternehmer notwendige Instrument der Haftung für Kreditfinanzierungen hat durch die neuen Regulative zusätzlich an Attraktivität gewonnen. Es kann nicht nur dazu verhelfen eine Finanzierung zu erleichtern sondern auch die Zinskosten auf Dauer zu reduzieren.