Sinkende Zinsen entlasten Hotellerie

Mittlerweile hat man sich schon an das niedrige Zinsniveau gewöhnt. Es ist mit der Euro-Einführung erstmals gesunken und wurde im Zuge der Wirtschaftskrise weiter abgesenkt, um Investitionen zu stimulieren. Aber was den Sparern nach wie vor Falten auf der Stirn verursacht, das hilft einer Branche ganz enorm, die seit Jahr und Tag auf den Bankkredit zur Finanzierung ihrer umfangreichen Investitionen setzt.

Mussten im Durchschnitt 2008 noch 5,6 % Zinsen für das aushaftende Bankobligo bezahlt werden, sank dieser Wert auf 2,7 % im Jahre 2012. Im selben Zeitraum ist auch die Zinsbelastung gemessen am Umsatz von 8,3 % auf freundliche 5 % zurückgegangen.

Alleine im Bereich der Qualitätshotellerie (Unternehmen der Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie) betrug die Zinseinsparung rund 400 Mio. Euro. Ein durchschnittliches Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel hat sich so rund 85.000  Euro im Jahr erspart, ein Unternehmen der Drei-Sterne-Kategorie etwa 37.000 Euro. Diese beträchtlichen Einsparungen haben jetzt schon mehr als drei Jahre in Folge die Liquidität entlastet und konnten für Kapitaltilgungen oder Investitionen verwendet werden.

Das Glück der Zinsgunst soll uns – den Auguren zufolge – noch ein zwei Jahre erhalten bleiben. Diese Gunst gilt es jedenfalls zu nutzen.