Der Tourismus im Regierungsprogramm

Zwei Parteien haben sich darauf geeinigt, die Zukunft Österreichs für die nächsten fünf Jahre gemeinsam gestalten zu wollen. Ihre Absichten haben sie in einem Regierungsprogramm festgeschrieben. Da lohnt sich doch der Blick auf die Frage, was da wohl für die Wirtschaft und insbesondere den Tourismus zu erwarten ist.

Neben einigen erfreulichen Absichtserklärung bezüglich bereits lange gehegter Wünsche wie Entlastung der Lohnnebenkosten und damit des Faktors Arbeit und Erleichterungen für Gründer finden sich auch sehr konkrete Vorhaben, wie weitere Steigerung der Nächtigungen auf 140 Mio., die u.a. durch eine bessere Dotierung der ÖW und Erleichterungen bei der Visaausstellung erreicht werden soll. Bei der Tourismusbank ist geplant durch Haftungsübernahme des Bundes weitere zinsgünstige Mittel der Europäischen Investitionsbank anzusprechen, um bei einer bevorstehenden Investitionswelle über ausreichend zinsgünstige Finanzierungsmittel zu verfügen.

Dem Kapitel Finanzierung ist überraschend breiter Raum gewidmet, wobei die Instrumenten­palette vor allem im Bereich alternativer Mittelbereitstellung verbreitert werden soll. Ergänzend soll durch den geplanten Wegfall der Gesellschaftssteuer die Finanzierung mit Eigenkapital erleichtert werden. Gerade im Bereich neuer Finanzierungszugänge braucht es aber auch entsprechende Bereitschaft vonseiten der Unternehmen der Tourismuswirtschaft, sich mit positiver Grundeinstellung mit der neuen Welt auseinanderzusetzen.

Die Regierung scheint nach längerem Tauziehen – das wohl angesichts der Interessens­gegen­sätze unvermeidlich war – ihre Annäherungskrise überwunden zu haben. In ihrem neuen Programm hat sie zu einigen interessanten, zukunftsträchtigen Vorschlägen gefunden.

„Wir werden unser Bestes geben.“ versprechen uns die Regierungsparteien in der Präambel – und wir dürfen uns wohl wünschen „Möge diese Übung gelingen.“