Durch Finanzkrise Bonität verbessert

Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf Banken und die gesamte Volkswirtschaft beherrscht seit Jahren die Berichterstattung in den Wirtschaftsblättern. Neben vielen Unannehmlichkeiten, einem Riesen-Budgetloch und getrübten Zukunftsaussichten hat sie uns aber auch deutlich niedrigere Zinsen verschafft. Schließlich ist die Zinsschraube eine der wenigen Maßnahmen, die der europäischen Wirtschaftspolitik zur Verfügung stehen, um die Investitionsbereitschaft zu heben und die Sparer zu veranlassen, Geld eher nicht auf das Sparbuch sondern in den Konsum und damit wirtschaftsfördernd anzulegen.

In einer Branche, die traditionell vom Kreditmarkt abhängig ist, hat die Zinssenkung anfangs die Investitionsneigung steigen lassen. Im Lauf der Zeit ist hat das eine so deutliche Entlastung des Aufwands für Zinsen gebracht, dass sich trotz aller anderen wirtschaftlichen Widrigkeiten die Bonität verbesserte (in der Graphik ausgedrückt durch die Kennzahl „Fremdkapital / Cashflow“). Dieser Effekt wurde noch dadurch verstärkt, dass im vergangenen Jahr auch eine Zurückhaltung bei den Investitionen geübt wurde.

Die heimische Hotellerie hat auf diese Weise im Durchschnitt eine bonitätsmäßig bessere Ausgangslage als am Beginn der Wirtschaftskrise. Damit wird es leichter fallen demnächst wieder notwendige Erneuerungen in Angriff zu nehmen.