Viel gesucht – noch wenig gebucht

Selten kommt sich die Generation „Silver Surfer“ so alt vor, wie dann wenn sie eine Veranstaltung zum Online-Marketing wie kürzlich in Krems besucht. Da wimmelt es von teils unverständlichen Abkürzungen und man nimmt zur Kenntnis, dass die „Digital Natives“ bald das Ruder übernehmen werden.

Heute verwenden 83 % der Reisenden das Internet zur Reiseplanung, 77 % benutzen ein Smartphone, 60 % twittern oder facebooken im Urlaub. Tablet und iphone dienen dazu Bewertungsplattformen einzusehen, um damit die Reiseplanung zu erleichtern.

Es scheint jedenfalls Sinn zu machen, der großen weiten Welt des Internets vermehrt Aufmerksamkeit zu schenken und den künftigen Kommunikations-Mix zu überdenken. Es braucht schließlich nach wie vor Werbung, um Nachfrage auf der Website zu erzeugen. Aber die Detailinformation über ein Hotel und dessen vielfältige Produkte werden via Internet eingeholt. Dort müssen jedoch dann Angebote vorhanden sein, die den Gast veranlassen, nicht den Preis als Kaufkriterium zu sehen sondern das einzigartige Urlaubserlebnis, die besondere Gastfreundschaft.

Trotz der Fortschritte ist einiges noch verbesserungsfähig. Bei der Conversion Rate scheint es zu hapern: Nur 17 % der Österreich-Urlauber benutzen tatsächlich die elektronischen Medien um zu buchen. Liegt es daran, dass die Buchungs-Tools auf den jeweiligen Plattformen zu wenig komfortabel sind oder dass die Generation „Silver Surfer“ doch noch lieber zum Telefon greift, um mit lebenden Menschen in Kontakt zu treten?