Bilanzjahr 2012 – Facts & Figures online

Die Bilanzdaten der Hotellerie bezüglich des Bilanzjahres 2012 sind ab sofort auf der Homepage der Tourismusbank verfügbar. Dank der Zusatzinformationen über tatsächlich erzielte Nächtigungen, angestellte Mitarbeiter, Kapazitäten, Offenhaltungszeit etc. werden auch weit über den üblichen Bilanzinhalt hinausgehende Informationen bereitgestellt.

Wenn man die wesentlichen Veränderungen im letzten Jahr in knappen Worten zusammenfassen will, kommt man zu folgenden Aussagen:

  • Die Zurückhaltung bei den Investitionen lässt im Durchschnitt die Aktiva erstmals seit langem schrumpfen. Grund dafür ist in erster Linie die Zurückhaltung bei Neuinvestitionen aber auch das Auslaufen der Umwertungen, um ein positives Bilanzbild zu erzeugen.
  • Damit sinkt aber auch das Fremdkapital und die Stabilität der Unternehmen nimmt leicht zu.
  • Mit einer Auslastung von etwa 180 Tagen konnten die guten Ergebnisse aus den Jahren vor der Krise gehalten werden. Dieses unerwartete Kunststück gelang sogar obwohl die Offenhaltungszeit auf durchschnittlich 290 Tage zurückgenommen wurde.
  • Auch die Preise konnten vergleichsweise gut gehalten werden und aufgrund der verkürzten Offenhaltung ist sogar der Revpar recht deutlich gestiegen.
  • Diese guten Ergebnisse auf der Umsatzseite konnten jedoch nicht in bessere Erträge umgemünzt werden, weil einige Aufwandspositionen weiter und sehr markant zugenommen haben: Das gilt vor allem für Energie aber auch für Werbung und Personalaufwand.
  • Diese Mehrausgaben haben das wirtschaftlich Ergebnis unter Druck gebracht und mit einem GOP von 21,5 % der Einnahmen wird der niedrigste erzielte Wert in einer mehr als 10jährigen Zeitreihe verzeichnet.
  • Niedrige Zinsen und Zurückhaltung bei den Investitionen haben gemeinsam dazu beigetragen die Bonität zu stärken. Auch das Eigenkapital weist stabil positive Werte auf.

Die Graphik mit den zu einem langfristigen Index verdichteten Zahlen der Qualitäts­hotellerie zeigt einen erstmals unterbrochenen Trend, der immer kapitalintensiver werdenden Unternehmen, deren Umsatz­wachstum in der Vergangenheit nicht mit den Steigen des Anlagevermögens mithalten konnte.

2012 ist offenbar etwas Besinnung auf dem stürmischen Weg nach oben eingetreten. Es wurde innegehalten und Luft geholt. Die Bemühungen dürfen allerdings hier nicht enden. Verbesserungen im wirtschaftlichen Ergebnis sind dringend notwendig, um gute Voraussetzungen für die Bewältigung künftiger Herausforderungen zu haben.