Neustart im Tourismus – die Übernehmerinitiative

Die gestern in Bregenz zu Ende gegangene Tourismuskonferenz, die den Strategieprozess von BM Mitterlehner in Abstimmung mit den Ländern das dritte Mal in Folge fortsetzt, hat wieder betont, welche Bedeutung dieser Wirtschaftszweig als Konjunktur- und Jobmotor für die Volkswirtschaft hat. Gleichzeitig war man sich auch des Problems der anstehenden Übernahme für eine erhebliche Zahl mittlerweile z.T. etwas in die Jahre gekommene Unternehmen bewusst.

Aus diesem Grund wurde ein neuer Fonds aus der Taufe gehoben, der übernahmewillige Jungunternehmer unterstützen soll. Durch eine koordinierte Vorgangsweise von Bund und Ländern ist es möglich, die Unternehmensübernahme, die ja oft mit einer Vielzahl von Auflagen und Investitionserfordernissen einhergeht besonders zu unterstützen:

  • Voraussetzungen: Ein Betrieb wird von den Eltern oder über der Übernahmebörse übernommen. Die geförderten Investitionen müssen in der Bilanz aktiviert werden.
  • Aus Mitteln des ERP-Fonds wird ein Kredit mit einem Volumen zwischen EUR 350.000 und EUR 1 Mio. jedoch maximal 70 % der Investitionskosten eingeräumt.
  • Die Besicherung kann über 80 % der Kreditsumme über die Bundeshaftung erfolgen.
  • Der Zinsendienst wird während der ersten zehn Jahre zur Gänze vom jeweiligen Bundesland übernommen.
  • Die Laufzeit variiert je nach Investitionsgegenstand und wird nach zwei tilgungsfreien Anlaufjahren zwischen 8 und 12 Jahren betragen.

Da Ideen und Projekte erst im Laufe der Zeit reifen, gilt dieses Angebot bis zu drei Jahre nach der Übernahme.

Wenn die Nachfolger die Geschicke des Unternehmens in die Hand nehmen werden die Weichen für die Fortentwicklung neu gestellt. Bei rund 2.500 Unternehmen der Tourismus und Freizeitwirtschaft steht das jährlich an. Damit sind die Chancen intakt dass die Konjunkturlokomotive Tourismus weiter nicht an Kraft verliert.