Die Spezialisierung bringt´s

Gerade haben wir 130 Mio. an Nächtigungen erreicht. Auch die Nächtigungen des heurigen Winters werden wieder über denen des Vorjahres liegen. Trotzdem müssen wir feststellen, dass Nächtigungen nicht alles sind, die erzielten Preise auch Bedeutung haben, aber letztendlich nur das Ergebnis zählt – und da hapert es allerdings zunehmend.

Zu viele Hotels verfügen über ein Angebot, das sich von dem des Nachbarn nur unwesentlich unterscheidet und hoffen mit einem Preis, der um eine Nuance günstiger ist, das Rennen um den Gast zu machen. Während dieser mittlerweile bereit ist, das ganze Jahr über Urlaub zu machen, ist die Hotellerie auf eine oder zwei Saisonen fixiert und erreicht heute bei durchschnittlich 300 offengehaltenen Tagen eine Auslastung von 60 %.

Was es da mehr braucht sind Spezialisierungen. Nur eindeutig auf eine Zielgruppe ausgerichtete Betriebe können ihre Kunden auch ohne Streuverlust ansprechen und sich auf die Bedürfnisse dieser Gruppe exakt ausrichten. Ein Beispiel mag es erläutern: Das Ayurveda Resort Sonnhof hat sich als Tiroler Unternehmen auf das scheinbar nur in Sri Lanka authentische Angebot spezialisiert, beschäftigt bei 30 Zimmern insgesamt 12 Wohlfühlexperten darunter auch indische Köche, Therapeuten und einen Arzt. Mit einem GOP/Zimmer von fast EUR 25.000 liegt man beinahe beim Dreifachen eines durch­schnitt­lichen österreichischen Unternehmens der Qualitätshotellerie.

Stehen für Etwas“ und es konsequent gut machen. Es scheint ein einfaches Rezept zu sein ist aber trotzdem nicht einfach umzusetzen.