Abenteuer Unternehmensgründung: Die Übernahme

Schätzungen zufolge steht bei 1.400 Unternehmen jährlich die Übergabe des Unternehmens auf die nächste Generation an. Bei etwa 40 % der Unternehmen ist das bereits die dritte oder vierte Betriebsübergabe.

Kaum eine Übergabe geht ohne Brüche in der bisherigen Linie ab. Das Unternehmen erhält einen neuen Leiter, der mit seinen Ideen und seinem Geschick die Entwicklung fortführt. Aber bei einem gar nicht so kleinen Teil der Unternehmen findet sich kein Nachfolger – aus welchen Gründen auch immer. Da besteht dann die durchaus reale Gefahr, dass ein Unternehmen ein für alle Mal verloren geht und die Destination bei einem wichtigen Angebotsträger verarmt –  sind es doch gerade die kleinen Unternehmen, die unsere Regionen bunt und attraktiv machen.

Eine der wesentlichen Fragen anlässlich einer Übernahme betrifft den Rucksack der Schulden, die dem Nachfolger mit auf den Weg gegeben werden. Zu den Verbindlichkeiten gehören nicht nur die übernommenen Bankverpflichtungen, sondern auch Abfertigungs­zahlungen an weichende Geschwister, zu übernehmende Leasingverträge und die Finanzierung notwendiger Investitionen um das Geschäftskonzept des Nachfolgers umzusetzen.

Wenn die Summe dieser nachher zu tragenden Verpflichtungen des Nachfolgers einen zu erwartenden Jahresumsatz (bei Verpflegungsbetrieben) oder einen zweifachen Jahresumsatz (bei Beherbergungsbetrieben) nicht überschreiten, sind die Voraussetzungen gut, in den nächsten Jahren nicht Schiffbruch zu erleiden.

Trotzdem kann es geboten sein, sich professioneller Hilfe zu versichern, um die Fülle der offenen Fragen möglichst umfassend zu beantworten.

Bei dieser Gelegenheit kann auch auf die Hilfsangebote des Förderungswesens verwiesen werden, wo neben günstigen Finanzierungen, eine Haftungsübernahme oder einfach nur ein sachverständiger Gesprächspartner für Jungunternehmer zur Verfügung steht.