Investitionsverhalten von Krise beeinflußt

Die Tourismuswirtschaft hat lange Zeit die Investitionstätigkeit auf sehr hohem Niveau gehalten. Im vergangenen Jahr wurde eine Pause eingelegt. Dabei hat man sich offenbar auch vom Rechenstift leiten lassen und vor allem in jene Bereiche investiert, die unmittelbar notwendig oder rasch ertragswirksam waren.

Eine Verschnaufpause auf dem Weg nach oben

In den letzten Jahren hat die Tourismus- und Freizeitwirtschaft dank der guten Branchenkonjunktur und niedriger Zinsen ein Investitionstempo an den Tag gelegt, das deutlich über dem der Gesamtwirtschaft lag. In der zweiten Jahreshälfte 2012 hat man allerdings eine kurze Verschnaufpause eingelegt. Der Zuwachs der Investitionen und des Fremdkapitals ist knapp unter der Inflationsrate geblieben. Nach wie vor ist aber – ähnlich wie im Vorjahr – ein beachtliches Investitionsvolumen in Höhe von etwa drei Mrd. Euro festzustellen.

Die Wintersaison und Ganzjahresbetriebe treiben Investitionen an

Ganzjahresdestinationen und Regionen mit dem Schwerpunkt Wintersaison sind die Treiber der Investitionen. Rund 60 % der Investitionen kommen aus Unternehmen, die ein Ganzjahreskonzept verfolgen. Rund 37 % der Investitionen des heurigen Jahres wurden in Wintersaisongebieten getätigt.

Das Sorgenkind im österreichischen Tourismus bleibt nach wie vor der Sommer. Denn Regionen, deren Hauptsaison in den Sommer fällt (Kärnten, Salzkammergut), investieren signifikant weniger als Ganzjahres- oder Winterdestinationen. So wurden im Jahr 2012 nur drei Prozent aller Investitionen in reine Sommerangebote gesteckt.