Das scheinbar schnelle Geld aus Zweitwohnsitzen

Rund 500 Mio. Nächtigungen werden im Alpenbogen erzielt und davon etwa 375 Mio. entgeltlich in der Hauptsache in gewerblichen Hotelunternehmen. Aber immerhin ein rundes Viertel der Nächtigungen wird in Zweitwohnsitzen erbracht. Das schnelle Geld, das mit dem Verkauf von Wohnungen zu erzielen ist, lockt so manchen Unternehmer zu der Überlegung an der Immobilienspekulation mitzunaschen und Teile seines Hotels im Wohnungseigentum zu verkaufen oder ein eigenständiges Gebäude für Zweitwohnsitzinhaber zu errichten.

Das Interesse in- und vor allem ausländischer Investoren auf heimische Immobilien hat auch einerseits auch positive Seiten: Wo es einen funktionierenden Markt für verkaufsbereite Hoteliers gibt, bleiben die Verkehrswerte hoch und Banken sind bereit Hotelimmobilien als Sicherheiten hoch zu bewerten und damit wird eine Ausdehnung der Kreditfinanzierung erleichtert.

Andererseits treibt die Nachfrage auch die Grundpreise in die Höhe und der Grunderwerb durch Einheimische wird zu einem nicht mehr leistbaren Vergnügen und der Landschafts­verbrauch in attraktiven Tourismusdestinationen wird langfristig ein Hindernis für die etablierte Hotellerie. Dazu kommen noch Konflikte weil Hotelgäste und Zweitwohnsitzinhaber, die eine Liegenschaft gemeinsam nutzen sollen, durchaus divergierende Interessen haben können.

Zur Abrundung des Themas finden sich interessante Beiträge im

Tourismuspresse Blog und

TAI Blog.