Ein Leben für die Gastlichkeit

„Zwischen klaren Linien kann der Geist gut mäandern. Keines der 22 Zimmer gleicht dem anderen, die besten Entscheidungen treffen die Sinne.“ Ein Text dieser Art in einem Hotelprospekt lässt aufhorchen und verheißt ein kleines, feines Landhotel mit viel Individualität und Außergewöhnlichem.

Außergewöhnlich ist schon das äußere Erscheinungsbild, das von einer Stahlfassade dominiert wird, außergewöhnlich sind die sehr unterschiedlich eingerichteten Zimmer und außerwöhnlich ist auch die Qualität der Küche für die Helmut Rachinger schon seit Jahrzehnten verantwortlich zeichnet und ebenso der Service und die Gastlichkeit, die in dem Familienbetrieb nie zu kurz kommen.

Dieser Tage wurde auch ein außergewöhnliches Jubiläum gefeiert. Vor 50 Jahren hat die Vorgängergeneration damit begonnen, dem Betrieb eine neue Wendung zu geben. Fünf Jahrzehnte Aufbauarbeit haben den Mühltalhof von einem austauschbaren Landgasthof mit Flußbad und Getränkehandel zu einem Leuchtturm der Gastlichkeit im Mühlviertel gemacht.

Die Familie Rachinger-Eckel zeigt wieder, was in der Diskussion um die Weiter­ent­wicklung des Tourismus in Österreich manchmal zu kurz kommt: Es sind die Familien und die Menschen, die den Tourismus machen. Die Unternehmen und die dort Handelnden sind die Basis der Weiterentwicklung der Destinationen.

„Wenn du es eilig hast, mache einen Umweg.“ Schlägt der Prospekt vor. Der nächste Umweg könnte vielleicht einmal ins Mühlviertel führen.