Tourismusland Südtirol

Der Tourismus aus Österreich kam in Meran erst so richtig in Schwung als die Tiroler Freiheitskämpfe unter Andreas Hofer die Region ins Gespräch brachten. Später waren der gute Ratschlag Wiener Ärzte und die Kaiserin Sissy maßgebliche Werbezugpferde, um den fernen Winkel und sein mildes und günstiges Klima zu propagieren und Heilauf­enthalte zu empfehlen.

Heute erzielt Meran knapp mehr als eine Million Nächtigungen und Südtirol kann mit rund 29 Mio. Nächtigungen aufwarten, die zu zwei Drittel im Sommer erzielt werden. Gerade die Region Meraner Land hat den Schwerpunkt deutlich in der Sommersaison und der beginnende Herbst hat durchaus den Charakter einer Hauptsaison.

Unsere Nachbarregion hat es in der Sommersaison immer wieder geschafft, besser als andere Alpenregionen abzuschneiden. Im Vergleich der letzten fünf Jahre konnten die Übernachtungen aus Deutschland um 6 %, aus Österreich um 15 % und aus der Schweiz sogar um 19 % gesteigert werden.

Im vergangenen Jahr wurde mit 1,2 % ein zwar bescheidener Nächtigungszuwachs erzielt, allerdings liegt dieser vor den umliegenden Regionen wie Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Graubünden oder Trentino.

Es fällt schwer einen eindeutigen komperativen Vorteil festzumachen. Insgesamt wird jedoch Tourismus auf einem qualtitativ hochstehenden und professionellen Niveau geboten und in einigen Bereichen bestehen besondere Attraktivitäten vor allem im Hinblick auf die Sommersaison:

  • Es wurde ein fast perfektes Angebot für ältere Gäste mit vielen Aufstiegshilfen und gepflegten und leicht begehbaren Wegen eingerichtet.
  • Wege und Routen für Wanderer und Biker sind gut beschildert und viele Aufstiegshilfen erleichtern den Zugang zu attraktiven Höhenlagen.
  • Mildes Klima im Herbst erleichtert die Ausdehnung der Saison in die Monate September und Oktober.
  • Die Kulinarik mit der Verbindung von italienischer und alpiner Küche ist besonders reizvoll.
  • Südtiroler Qualitätsprodukte wie Wein, Äpfel, Käse, Speck, Brot, Trockenobst oder Grappa festigen den Ruf als attraktiven Lebensraum.
  • Gute Qualität der Unterbringung mit hochwertigem Beherbergungs- und Verpflegungs­angebot sind eine solide Basis für die Weiterentwicklung.

Die Weiterentwicklung des österreichischen Fremdenverkehrs in Richtung Zweisaison- oder Ganzjahrestourismus setzt verstärkte Anstrengungen vor allem im Hinblick auf die Sommersaison voraus. In manchen Seenregionen beginnt die Nebensaison ja bereits in der zweiten Augustwoche.

Während wir im Hinblick auf die Wintersaison immer vor den alpinen Konkurrenzregionen liegen, habe wir im Sommer noch einiges aufzuholen. Da kann man allemal von Südtirol lernen wie es gemacht wird: „Mander s´isch Zeit“.