Der Tourismus in der Durchschnittsfalle?

Markus Hengstschläger hat abgeleitet von seinem viel beachteten Buch „Die Durchschnittsfalle“ anlässlich des Tourismustages der WKO über die Frage referiert, ob und inwieweit die Durchschnittsfalle auch für den Tourismus auf lange Sicht eine Lähmung in der Weiterentwicklung sein könnte.

Durchschnittliche Unternehmer mit durchschnittlichen Mitarbeitern entwickeln durchschnittliche Konzepte, schaffen ein durchschnittliches Angebot, das auf einen durchschnittlichen Gast (den es so gar nicht gibt) ausgerichtet ist und werden damit mittelfristig einen allenfalls durchschnittlichen Erfolg landen – allerdings mit der langfristigen Perspektive von außerordentlichen Angeboten überholt zu werden.

Damit wird eine Lanze für ungewöhnliche Konzepte gebrochen, für außergewöhnliche Wege in der Mitarbeiterführung und –ausbildung, für die Entwicklung neuer Produkte und für Mut für die Überschreitung von Grenzen. Neue Wege kann nur gehen, wer die alten verlässt.

Individualität hat auch bisher den Tourismus schon bunt gemacht. Was wäre das heimische Angebot ohne seine erfinderischen Unternehmer, seine skurrilen Kellner und kauzigen Hüttenwirte, ohne Mitarbeiter, die täglich neu auf Wünsche der Gäste eingehen und Antworten auch auf ausgefallene Fragen geben können, ohne Wanderführer, die neue Routen finden und ohne Köche mit Kreativität? 

Oft sind es die kleinen Innovationen, die uns weiter bringen und manchmal gibt es große Ideen, die man durchaus auch als Leuchtturm bezeichnen kann.

 

PS.: Unterstützung für die Verwirklichung solcher Leuchttürme gibt es, wenn man das Konzept bis Ende September bei den jeweiligen Landesstellen einreicht.