Eine Million Euro Förderung für Leuchtturmprojekte

In allen Bundesländern wird an innovativen Vorzeigeprojekten gearbeitet. Einreichungen sind noch bis Ende September möglich. Der Countdown läuft: Noch bis zum 28. September 2012 können Innovationsprojekte im Tourismus eingereicht werden und bei entsprechender Leuchtkraft winkt eine Förderung von bis zu 200.000 Euro pro Vorhaben. Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner stellt gemeinsam mit den Bundesländern insgesamt eine Million Euro für diese Aktion zur Verfügung, um gezielt Innovationsanreize zu schaffen und neuen Ideen im Tourismus zum Durchbruch zu verhelfen.

Gefördert werden Konzeption, Entwicklung und Umsetzung kreativer und buchungsrelevanter innovativer Produkte bzw. Angebote in einer Destination, die entwickelt und marktfähig gemacht werden sollen. Fördergedanke ist es, touristische Produktbündel entstehen zu lassen, die Leistungen unterschiedlicher Angebotsträger zu einem attraktiven und buchbaren Gesamtangebot verbinden. Als Förderungs­werber können daher nur Kooperationen auftreten, die aus Unternehmen und touristischen Organisationen bestehen.

Formale Mindestorganisationsform für eine Bewerbung ist eine ARGE, wobei eine zahlenmäßige Mehrheit von Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft beteiligt sein muss. Der Wettlauf der Ideen soll innovative Projekte vor den Vorhang holen. Im vergangenen Jahr gab es schon eine Fülle überraschender Projekte, die sich von der Belebung des klassischen Wanderurlaubs u.a. durch eine elektronische Wandernadel und der Mitarbeit an einem Kunstwerk bis zu einem Architekturweg und Dirndlschneidern im Urlaub aber auch einem Konzept zur Qualitätssteigerung, Mitarbeitermotivation und –ausbildung spannte.

Die förderbaren Gesamtkosten des Projekts müssen mindestens 150.000 Euro betragen. 50% dieser Kosten werden vom Bund und den Ländern übernommen – maximal werden 200.000 Euro für ein Projekt zur Verfügung gestellt.

Am 25. Oktober 2012 werden in Wien die besten Projekte von einer hochkarätigen Jury gekürt. Diese besteht aus den Experten Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, Prof. Christian Maurer von der Fachhochschule Krems und  Prof. Dr. Birgit Pikkemaat vom Institut für Innovativen Tourismus.

Relevante Kriterien sind beispielsweise Innovationsgehalt aus Kundensicht, regionale/überregionale Ausstrahlung, Vernetzung mit anderen Wirtschaftszweigen  wie beispielsweise Kultur, technische und finanzielle Durchführbarkeit, Steigerung der Wertschöpfung, Markterfahrung der Proponenten, etc.

Die Projekteinreichung hat schriftlich bei der jeweils zuständigen Förderstelle  des Bundeslandes zu erfolgen, in dem die projekteinreichende Kooperation ihren Sitz unterhält. Antragsformulare und Adressen der Einreichstellen sind auf der Homepage der ÖHT abrufbar. Die ÖHT prüft das Förderungsansuchen der Kooperation und wickelt die gesamte Förderung ab. 

Nähere Informationen finden sich hier.