„Green Building“ für den Tourismus

Der deutsche Hotelimmobilienkongress ist heute in Frankfurt zu Ende gegangen. Neben der auch in Deutschland stockenden Finanzierung für Neubauten, die selbst bei einer Eigenkapitalausstattung von mehr als 50 % von den Banken nicht mehr finanziert werden, wurde auch der Renovierung des Altbestandes an Hotelkapazitäten breiter Raum gegeben.

Da Immobilieninvestoren immer auch den Wert des Portfolios unter dem Gesichtspunkt einer allfälligen Weiterveräußerung im Auge haben, wird auch der Energieeffizienz, die wesentlich für den Verkehrswert einer Immobilie ist, mehr als bei uns Beachtung geschenkt.

Bei gut geführten Immobilien werden Instandhaltungen nicht erst dann durchgeführt, wenn die Technik am Ende ist, sondern Gebäude, Einrichtung und Technik werden nach einem langfristigen Plan erneuert. Dabei geht es nicht nur darum die Marktfähigkeit des Produktes zu erhalten, sondern eine längerfristige Planung zu haben, die in Schritten umgesetzt wird.

Für Bestandsimmobilien ist es zu vernünftigen Kosten nicht möglich, an den energetischen Standard von Neubauten anzuschließen. Aber es sind wesentliche Verbesserungen etwa bei Beleuchtung, Wärmedämmung und Heizung erreichbar, die natürlich nur dann sinnvoll sind, wenn sie auch einer ökonomischen Überprüfung standhalten.

Bei Neubauten geht es (auch aufgrund der höheren Anforderungen) in Richtung „Green Building“, wobei die Anstrengungen auch als Marketingaspekt eingesetzt werden. Michaela Reitterer hat ja gezeigt, dass auch in Österreich ein Null-Energie-Hotel machbar ist und die damit verbundenen Investitionskosten nicht notwendigerweise aus dem Ruder laufen müssen.