EDEN und die Finanzierung von Infrastruktur

Die ÖW hat einen EDEN-(European Destinations of Excellence) Workshop in Bad Ischl veranstaltet, der vor allem dazu verhelfen sollte mit einigen Spezialthemen wie Nachhaltigkeit, Pressearbeit, Finanzierung & Förderung oder Direct Marketing durch sehr eingehende Gespräche mit den jeweiligen Experten zu einschlägigen Informationen aus erster Quelle und zu praxisrelevanten Tipps zu kommen.

Dabei hat sich mehrfach gezeigt, dass Tourismus- und Regionsverbände Aufgaben übernehmen, die über Kernaktivitäten oft weit hinausgehen, dafür aber die nötigen finanziellen Ressourcen nicht bereitstellen können.

Das laufende Budget erlaubt in aller Regel Büro, Infostellen, Homepage, Personal und Werbemittel zu finanzieren. Die Finanzierung weiterer Aktivitäten insbesondere die Produktentwicklung gemeinsam mit den Betrieben, das Organisieren von Großveranstaltungen, das Errichten von infrastrukturellen Einrichtungen stößt an finanzielle Grenzen.

Die vorhandenen und auf gewerbliche Unternehmen ausgerichteten Förderungsmaßnahmen können mangels KMU-Eigenschaft und oftmals auch fehlender Gewerbeberechtigung nicht eingesetzt werden und das laufende Budget erlaubt keine großen Sprünge.

Da bleibt dann nur die Möglichkeit für Projekte ab einer gewissen Größenordnung die Gründung von Sondergesellschaften (mit KMU-Eigenschaft) um sie förderfähig für die auf Bundes- bzw. Landesebene bestehende Programme zu machen oder – falls es um besonders hervorragende Projekte – geht, eine Förderung als Leuchtturmprojekt anzusuchen, falls eine destinationsumspannende Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen mit besonderer Zugkraft erreicht wird.