Investitionsbilanz 2012 – Wohin gehen die Trends?

Die Investitionsneigung im Jahr 2011 war in der zweiten Jahreshälfte von Vorsicht geprägt. Trotzdem wurde das mittels Förderungen angeregte Investitionsvolumen noch einmal auf insgesamt EUR 880 Mio. gesteigert. Wie immer ging der Großteil der Investitionen in die Hotellerie (65%) und Gastronomie (27%). Der Rest entfiel auf Freizeitbetriebe, Reisebüros bzw. infrastrukturelle Einrichtungen wie Golfplätze und Beschneiungsanlagen.

Die Schwerpunkte der Investitionen in der Hotellerie haben sich in den letzten Jahren wenig verändert. Betriebsgrößenoptimierung und Qualitätsverbesserung waren die beherrschenden Themen. Die wirtschaftlich turbulenten Zeiten mögen auch ein Anstoß gewesen sein, vor allem solche Investitionen zu verwirklichen, die betriebswirtschaftlich notwendig waren und einen unmittelbaren Beitrag zum wirtschaftlichen Ergebnis erwarten ließen.

Die Shooting-Stars in den vergangenen Jahren waren übrigens Personalzimmer, die im längerfristigen Vergleich – ähnlich wie Investitionen in Tiefgaragen – deutlich an Bedeutung gewinnen konnten.

Daneben spielt auch das Ziel der Saisonverlängerung mit Einrichtungen wie Wellness- oder Seminarkapazitäten eine Rolle. Dieser Umstand hat auch erfreuliche Auswirkungen auf Offenhaltungszeit und Beschäftigungsdauer. Die Offenhaltung hat in allen Qualitätsklassen von durchschnittlich 280 Tagen auf über 300 Tagen im vergangenen Jahr zugenommen.