Von der (Informations)Pflicht zur Kür: Teil 2

Wie die laufende Kommunikation zwischen Fördernehmer – Haftungsnehmer – ÖHT im Idealfall aussieht

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist der Wert von Grund und Boden grundsätzlich eine stabile Größe und daher auch eine weitgehend beliebte Veranlagungsform. Andererseits versuchen viele Kunden der Tourismusbank nicht betriebsnotwendige Grundstücke zu verkaufen, um zum Beispiel Liquiditätsengpässe zu übertauchen oder mit dem Verkaufserlös Neuinvestitionen im Stammbetrieb finanzieren zu können.

Da jeder Käufer ein Grundstück wohl nur dann erwirbt, wenn dieses frei von grundbücherlichen Lasten ist, ist ein geplanter Grundstücksverkauf seitens des Verkäufers mit den Gläubigern abzustimmen, welche im Lastenblatt (C-Blatt) der gegenständlichen Liegenschaft ein Pfandrecht intabuliert haben. Diese Gläubiger müssen ausnahmslos der Freilassung der Liegenschaft zustimmen, damit das Grundbuch sozusagen bereinigt wird und für den Käufer frei von Lasten ist.

Diese Zustimmungspflicht gilt ebenso bei allen Kredit- und Haftungsengagements, bei denen sich die Tourismusbank hypothekarisch sicherstellt.

Unser Tipp an Sie

Ansuchen zur Freilassung eines Grundstückes an die Tourismusbank sind keine Seltenheit. Selten sind jedoch leider jene Fälle, die rasch und unbürokratisch abgewickelt werden können, da die relevanten Informationen für die Entscheidung, ob der Freilassung zugestimmt werden kann, nicht oder nur unzureichend zur Verfügung stehen.

Beachten Sie daher folgende Vorgehensweise:

  1. Grundsätzlich ist die Zustimmung der Tourismusbank einzuholen, bevor der Liegenschaftsverkauf durchgeführt wird.
  2. Stellen Sie uns gleich mit Ihrem Ansuchen alle für die Entscheidungsfindung relevanten Informationen zur Verfügung. Dies sind vor allem:
    • Angabe der Einlagezahl und Grundbuchsnummer der freizulassenden Liegenschaft
    • bisherige Nutzung der Liegenschaft (Grünfläche, Gebäude etc.)
    • Ursache des Grundstückverkaufs
    • Alternativgrundstück hinsichtlich der aktuellen Nutzung bzw. im Falle einer Rückmietung Höhe der Miete
    • Verkaufspreis
    • Verwendung des Verkaufserlöses
    • Ihr aktueller Jahresabschluss (soweit dieser nicht bereits vorliegt)

Im Sinne unserer Kunden steht der raschen Abwicklung und Beantwortung im Idealfall nichts mehr im Wege!