Bundeshaftung – Kosten und Nutzen

Wenn es darum geht die Kosten der Bundeshaftung und die damit erworbenen positiven Auswirkungen zu vergleichen, wird vordergründig allein die Reduktion des Risikos ins Auge gefasst. Das ist natürlich vor allem dann von Bedeutung wenn das Risiko tatsächlich hoch ist – also bei schlechten Bonitäten.

Aber auch die reduzierte Eigenkapitalunterlegung ist in die Überlegung einzubeziehen. Somit ergibt sich in der Kalkulation der Zinsen sowohl bei dem Punkt „Risikozuschlag“ als auch „Unterlegung mit Eigenkapital“ – das ja zunehmend zum Engpassfaktor wird – eine Reduktion im Ausmaß der übernommenen Haftung.

Nachstehende Kalkulation eines langfristigen und nur mehr teilweise durch eine nachrangige Hypothek besicherten Kredites im Vergleich zu einem solchen mit in Anspruch genommener Haftung des Bundes zeigt da erhebliche Unterschiede.

Zinssatzkalkulation

Hypothek nachrangig

Haftung Bund 70%

Refinanzierungskosten

1,00%

1,00%

Liquiditätszuschlag

1,50%

1,50%

Risikozuschlag

1,20%

0,36%

Unterlegung  mit Eigenkapital

0,96%

0,29%

Stückkosten,  Bearbeitung

0,30%

0,30%

 

4,96%

3,45%

Haftungsprovision  

0,56%

Gesamtkosten

4,96%

4,01%

Trotz der von Kundenseite zu übernehmenden Haftungsprovision von 0,8 % auf den behafteten Kreditteil ergibt sich so ein markanter Vorteil relativ zu einem nicht besicherten Darlehen.

Nachrechnen lohnt sich also – umso mehr als sich auch im Hinblick auf mögliche Großkreditgrenzen durch die Bundeshaftung Vorteile ergeben können.