Wie man Schnee zu Kohle macht

Die Erosion der Erträge durch außergewöhnliche Kostensteigerungen wurde in diesem Forum bereits zum Thema gemacht. (http://blog.oeht.at/2011/08/27/der-return-on-investment/) Obwohl Betriebsgröße und Professionalität der Unternehmen langsam zunehmen, ist die Umsatzrentabilität rückläufig.

Die jüngst erschienene Destinationsstudie der ÖHV weist zusätzlich auf beträchtliche Unterschiede im wirtschaftlichen Ergebnis in den einzelnen Regionen hin. So variiert etwa der GOP/Zimmer, der bei Unternehmen der 4/5-Stern-Hotellerie im Österreich-Durchschnitt bei EUR 8.700,– liegt, je nach Region zwischen EUR 4.800 bis 18.000 pro Zimmer. Vgl. http://www.oeht.at/page/page.php#MISS_redak3/Bilanzvergleich

Eindeutig die Nase vorn haben Regionen mit Schwerpunkt oder ausschließlich Betrieb in der Wintersaison. Die fünf besten Plätze belegen die Regionen Ischgl, Arlberg, Obertauern, Großarltal und Bregenzerwald. Schneesicherheit und eine kurze und gut gebuchte Saison mit hohen Preisen sind die Erfolgsgaranten.

Die Schlußlichtplätze sind mangels Datendichte nicht eindeutig festzulegen. Aus den verfügbaren Daten sind jedoch die Regionen Tirol West, Donau NÖ, Alpenregion Bludenz, Montafon und Naturarena Kärnten abzulesen. Daraus wird ersichtlich, dass sommerlastige Regionen und solche mit beschränkter Schneesicherheit zu den Benachteiligten gehören.

Sowohl Destinationsstudie und –karte legen letztendlich einen anderen Maßstab an und beurteilen die Konkurrenzfähigkeit von Regionen an der Dynamik der Entwicklung in der Periode 2005 bis 2010. Trotzdem wird deutlich wie unterschiedlich unser touristisches Angebot ist und wie sehr Unternehmen und Destinationen gefordert sind, die höchst unterschiedlichen natürlichen Voraussetzungen der Regionen als wirtschaftliche Basis zu nutzen.