Von der (Informations)Pflicht zur Kür: Teil 1

Wie die laufende Kommunikation zwischen Fördernehmer bzw. Haftungsnehmer und ÖHT im Idealfall aussieht

Mit Jahresende kündigen sich nicht nur die traditionellen Marzipanschweinchen und Schokoladenrauchfangkehrer an sondern für viele Kunden der Tourismusbank auch der Bilanzstichtag zum 31.12. jeden Jahres. Das bedeutet für jede/n UnternehmerIn einen erheblichen Aufwand. Auch wenn der Jahresabschluss vom Steuerberater erstellt wird, so sind die Unterlagen dafür ja vom Betrieb selbst zu liefern. Genaue Dokumentation und Sorgfalt während des vorangegangenen Jahres machen sich jetzt bezahlt.

Während Einzelunternehmen und Personengesellschaften ab betrieblichen Erlösen von über EUR 700 Tsd. buchführungs- und bilanzierungspflichtig sind, besteht für Kapitalgesellschaften unabhängig vom Umsatz die Pflicht, eine doppelte Buchhaltung zu führen und den Jahresabschluss spätestens neun Monate nach Bilanzstichtag beim Landesgericht oder Handelsgericht vorzulegen. So sieht es das UGB vor.

Wenn die Arbeit getan ist und der Jahresabschluss vorliegt, ist die Erleichterung groß – nur oftmals vergessen unsere Kunden dann, dass sie auch den Kreditinstituten und damit auch der Tourismusbank gegenüber eine Berichts- und Informationspflicht haben. Laut den Allgemeinen Bestimmungen, die für alle Förderengagements gelten, haben sich die Kunden verpflichtet, den Jahresabschluss eines jeden Jahres der Förderungs- bzw. Kreditlaufzeit bis spätestens sechs Monate nach Ablauf des jeweiligen Wirtschaftsjahres der Tourismusbank zukommen zu lassen. Zudem ist dem Jahresabschluss ein Formular über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens beizulegen – je nachdem, ob es sich um eine Einnahmen-/Ausgaben-Rechnung (Formular „Vermögensstatus“) oder eine Bilanz (Formular „Fragebogen“) handelt. Diese Formulare finden sich zum Download auf unserer Website.

Unser Tipp an Sie

Um einerseits den Administrationsaufwand der ÖHT-Mitarbeiter zu verkleinern und andererseits unseren Kunden und ihren Steuerberatern Einforderungsschreiben zu ersparen, merken Sie sich doch den Abgabetermin Ihres Jahresabschlusses bei uns vor und lassen Sie uns die angeführten Unterlagen unaufgefordert und zeitgerecht zukommen!

Von diesem Neujahrsvorsatz – und der erfolgreichen Umsetzung – würden alle Beteiligten profitieren. In diesem Sinn: „Prosit Neujahr!“