Eine Million Euro Förderung für Leuchtturmprojekte

Neue Innovationsmillion für touristische Leuchtturmprojekte – Einreichungen noch bis Ende September möglich

Der Countdown läuft: Noch bis zum 30. September 2011 können Innovationsprojekte im Tourismus eingereicht werden und bei entsprechender Leuchtkraft winkt eine Förderung von bis zu 200.000 Euro pro Vorhaben. (Mehr Informationen zur Einreichung finden Sie hier auf der OEHT-Webseite) Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner stellt gemeinsam mit den Bundesländern insgesamt eine Million Euro für diese Aktion zur Verfügung, um gezielt Innovationsanreize zu schaffen und neuen Ideen im Tourismus zum Durchbruch zu verhelfen. „Angesichts der steigenden internationalen Konkurrenz müssen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit auch im Tourismus laufend stärken“, betont Mitterlehner.

Gefördert werden Konzeption, Entwicklung und Umsetzung kreativer und buchungsrelevanter innovativer Produkte bzw. Angebote in einer Destination, die entwickelt und marktfähig gemacht werden sollen. Fördergedanke ist es, touristische Produktbündel entstehen zu lassen, die Leistungen unterschiedlicher Angebotsträger zu einem attraktiven und buchbaren Gesamtangebot vernetzen. Als Förderungswerber kann daher nur eine Kooperation auftreten, die aus Unternehmen und touristischen Organisationen besteht.

Formale Mindestorganisationsform für eine Bewerbung ist eine ARGE, wobei eine zahlenmäßige Mehrheit von Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft beteiligt sein muss. „Neu ist aber, dass an solchen Kooperationen nicht ausschließlich Hotels und Gastronomiebetriebe beteiligt sein können und sollen, sondern erstmals auch Unternehmen aus anderen Bereichen. Denn erst sie zusammen bilden das Gesamtkunstwerk, das unsere Gäste an Österreich so schätzen“ erläutert Mag. Wolfgang Kleemann, Geschäftsführer der Österreichischen Tourismusbank, die Hintergründe der Förderaktion. „So kann sich beispielsweise eine Gruppe von Hoteliers mit einem Schifffahrtsunternehmen und einem Radverleih zusammenfinden; kommen dann noch ein Winzer, ein Gastronom und ein Taxiunternehmer dazu, kann der Gast quasi mit einem Mausklick und ohne sich um die Buchung und Reservierung der Einzelleistungen kümmern zu müssen ein Gesamterlebnis buchen, das zum Beispiel wie folgt aussehen kann: Der Gast findet in einem der teilnehmenden Hotels sein Fahrrad vor, fährt damit zum See, nimmt dort auf einem reservierten Sitzplatz an Deck Platz, genießt mit einem Glas Winzersekt die Überfahrt zum Haubenrestaurant auf der anderen Seeseite und wird nach dem Essen per Taxi wieder zu seinem Hotel gebracht“, so Kleemann.

„In unserem Land gibt es zahlreiche innovative Kooperationen, die ganz herausragend gute und im internationalen Wettbewerb unverwechselbare Angebote bieten, aber es ist noch mehr möglich, hier ist Platz für weitere Produkte“ ergänzt Dr. Petra Stolba, die Geschäftsführerin der Österreich Werbung, die den Vorsitz in der zur Bewertung der Projekte eingesetzten Fachjury führt. „Auch die Schaffung eines Regionalen Apps für Tourismus-Destinationen, die ihren Gästen innovativen Service bieten und mobile Kommunikation und Interaktion in Echtzeit ermöglichen, könnte mit der Tourismusförderung unterstützt werden“.

Die förderbaren Gesamtkosten des Projekts müssen mindestens 150.000 Euro betragen, 50% dieser Kosten werden von Bund und Ländern übernommen – maximal werden 200.000 Euro für ein Projekt zur Verfügung gestellt.

Am 25. Oktober 2011 werden in Wien die besten Projekte von einer hochkarätigen Jury gekürt. In der Jury sitzen neben Dr. Petra Stolba mit Prof. Christian Maurer von der Fachhochschule Krems und Prof. Dr. Birgit Pikkemaat vom Institut für Innovativen Tourismus auch anerkannte Innovationsexperten.

Relevante Kriterien sind beispielsweise Innovationsgehalt aus Kundensicht, regionale/überregionale Ausstrahlung, Vernetzung mit anderen Wirtschaftszweigen – wie beispielsweise Kultur -, technische und finanzielle Durchführbarkeit, Steigerung der Wertschöpfung, Markterfahrung der Proponenten, etc.

Die Projekteinreichung hat schriftlich bei der jeweils zuständigen Förderstelle desjenigen Bundeslandes zu erfolgen, in dem die projekteinreichende Kooperation ihren Sitz unterhält. Antragsformulare und Adressen der Einreichstellen sind auf der Homepage der ÖHT abrufbar.

Die ÖHT prüft das Förderungsansuchen der Kooperation und wickelt die gesamte Förderung ab.

Mehr Informationen zu den Leuchtturmprojekten